Nachhaltigkeit

Neue Saison, neue Mode. Jedes Jahr dasselbe Spiel. Wie soll man denn mit den immer neuen Trends umgehen? Jede Saison den Kleiderschrank umkrempeln? Immer mehr Klamotten kaufen, die in China, Kambotscha, Indien oder Rumänien zu politisch nicht korrekten Preisen und Bedingungen hergestellt wurden?

Als Stilberaterin empfehle ich zunächst dem eigenen Stil treu zu bleiben. In einer Stilberatung findet man heraus, welcher Kleidungstyp man ist. Dementsprechend sollte sich der persönliche Kleidungsstil wie ein roter Faden durch den Kleiderschrank ziehen. Die jeweiligen Trends, die sind dann das Sahnehäubchen, die saisonale Note. Neue Farben im Herbst? Anhand von Accessoires die neuen Trends erst einmal ausprobieren.

Dadurch vermeidet man schon gleich Fehlkäufe, denn man kauft überlegter ein. Man weiß viel besser, was man braucht, um gut auszusehen.

Was nicht gekauft wird, muss nicht produziert und auch nicht verschickt werden. Schon hat man Ressourcen geschont. Stilvolle Kleidung bedeutet auch, dass man qualitätsbewusst einkauft. Gut verarbeitete Kleidung verträgt auch häufiges Tragen und muss nicht nach 6 Wochen bereits ersetzt werden. Wieder haben wir Ressourcen geschont. Kleidung die langlebiger ist, verbraucht weniger Energie. Wird die Kleidung weitergegeben – sei es zum Second Hand, Flohmarkt oder zum Tausch bei Mädchenflohmarkt, Ebay oder Kleiderkreisel, dann haben wir wieder Ressourcen geschont, weil nichts Neues hergestellt werden muss.

Letztlich kann mit ausrangierter Kleidung, die keiner mehr tragen will, trotzdem noch tolle Mode hergestellt werden. Die großen Modeläden wie H&M bieten schon jetzt Kleidung aus Stoff mit hohem Recycling-Anteil an. Hierfür wurde z.B. ein alter Wintermantel aufgelöst und die Wolle zu neuem Wollstoff verarbeitet. Besser also, die alten Klamotten in die Kleidersammlung statt zum Restmüll.

Die Welt ist so schön bunt, wäre doch schade, wenn wir sie komplett ausbeuten und zumüllen.

Siehe auch der Blogbeitrag über Second Hand